Warum in die Ferne fahren, wenn das Gute doch so nahe liegt

Urlaub in der Universitätsstadt Göttingen

Göttingen: Gänselieselbrunnen, Foto: Dieter Schütz  / pixelio.de

Göttingen: Gänselieselbrunnen, Foto: Dieter Schütz / pixelio.de

Man muss keine Doktortitel vorweisen, um seinen Urlaub in Göttingen zu verbringen, aber wer für die Dauer seines Aufenthalts eine Ferienwohnung in der Stadt an der Leine bezieht, der wird gleich zu einem Teil der typisch lässigen Atmosphäre der Universitätsstadt. Zwischen altehrwürdiger Kunst und lebendigem Studentenalltag gibt es viel zu entdecken, denn Göttingen kann auf eine langjährige Geschichte zurückblicken.

Erstmals als Siedlung im Jahre 953 n. Chr. erwähnt, wurden knapp 200 Jahre später bereits die Stadtrechte verliehen. Heute ist Göttingen eine moderne Großstadt, die sich dennoch auf ihre Traditionen besinnt und das Gestern und Heute geschickt kombiniert. Für die Einhaltung alter Bräuche sorgen schon die vielen Studenten an Niedersachsens größter und ältester Universität: seit 1901 ist die Gänseliesel als Brunnenfigur vor dem alten Rathaus das Wahrzeichen Göttingens. Seit jeher ist es Sitte, dass frischgebackene Doktoren sich mit einem Kuss auf die Wange der Dame für das Bestehen der Prüfung bedanken. Ein zeitweiliges Verbot dieses Brauches musste die Stadt auf Drängen ihrer Studenten wieder aufheben!

Ebenfalls zur Tradition geworden sind die alljährlich stattfindenden Internationalen Händel-Festspiele. Die Wiederaufführungen alter Händel-Opern sind ein kulturelles Ereignis, das Musikliebhaber aus aller Welt jeden Frühsommer wieder ins Deutsche Theater nach Göttingen zieht.

Aber es gibt noch viel mehr Sehenswertes! Das Städtische Museum kann nicht nur mit imposanten Ausstellungsstücken zu Geschichte und Kultur aufwarten, auch der Sitz des Museums im Hardenberger Hof, dem einzigen erhaltenen Adelssitz Göttingens, selbst ist eine Sehenswürdigkeit. Wer zur Abwechslung einen Stadtbummel machen möchte, sollte dies in der Paulinerstrasse tun. Hier reihen sich liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser aus dem 15. bis 18. Jhd. aneinander. Und auch das bedeutendste Bauwerk der Stadt, die in meisterlich gotischen Stil erschaffene St. Jacobi-Kirche, gehört zu einer Stadtbesichtigung auf jeden Fall dazu. Nicht versäumen darf man die lebhafte Kneipenkultur, denn was wäre eine Universitätsstadt ohne ihr feucht-fröhliches Nachtleben!

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