Warum in die Ferne fahren, wenn das Gute doch so nahe liegt

Die Deutsche Märchenstraße

Wo man noch Märchen erlebt, Foto: Günter Havlena/pixelio.de

Wo man noch Märchen erlebt, Foto: Günter Havlena/pixelio.de

Hänsel und Gretel, Frau Holle, Schneewittchen und Aschenputtel, wer kennt die Figuren aus den „Kinder-und Hausmärchen“ der Brüder Grimm nicht?!In den 60er Jahren war es Mode, an Ausflugszielen „Märchenwälder“ anzulegen – aber selbst ängstliche Kinder bekamen keinen Schreck, wenn der böse Wolf von Rotkäppchen anfing zu sprechen…. Nachdem man selber 10 Pfennig eingeworfen hatte! Nun gibt es in Deutschland zwar zahllose Schlösser und Burgen, Türme und Rosenhecken – aber nicht DAS echte Dornröschen-Schloss oder die historisch korrekten Strohballen, die zu Gold gesponnen werden mussten. Dennoch wurde 1975 die Deutsche Märchenstraße gegründet. Sie verbindet die Lebens- und Wirkungsstätten der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm mit den echten Städtenamen, die in Märchen genannt sind, z.B. den Bremer Stadtmusikanten. Von Anfang an war die Deutsche Märchenstraße als Genuss-Reiseweg geplant – heute ist sie die älteste und bekannteste von mehr als 200 Ferienstraßen in Deuschland.

Das Jubiläumsjahr 2013

Steht entlang der Märchenstraße natürlich ganz im Zeichen der Brüder Grimm, denn die „Kinder-und Hausmärchen“ feiern ihren 200. Geburtstag. Dazu gibt es eine Vielzahl von Veranstaltungen, Aufführungen, Ausstellungen und durchaus  ernsthaften Zugängen zu diesem Standardwerk, das bei seinem Erscheinen noch die wissenschaftlichen Anmerkungen der Brüder enthielt – und außerdem waren in der ersten Version die Grausamkeiten noch nicht entschärft. Ein Ladenhüter! Erst Jahre später wurde daraus der Beststeller, der in 160 Sprachen übersetzt die deutschen Märchen weltweit bekannt machte. Die deutlichsten Spuren haben die Brüder in den „Grimm-Orten“ hinterlassen: Hanau, Steinau, Marburg und Kassel sowie Göttingen und Berlin.  Die Ferienstraße führt entlang der Weser zum „Rattenfänger von Hameln“, dann zu den „Bremer Stadtmusikanten“ und zu „Hase und Igel“ in Buxtehude. Aber auch kleinere Orte wie Bad Hersfeld bieten märchenhafte Arrangements fürs Wochenende an: übernachten in der Wehrturmsuite, ein „Märchenmenü“ im Ratskeller. Während Frau Holle am anderen Morgen die  Betten aufschüttelt,  geht’s zum Jazz-Frühschoppen. Wer mag macht eine Kutschfahrt durch den Wald zum „Dornröschen-Schloss“ Sababurg, dort erwarten einen schon der Prinz und sein Dornröschen und erzählen Geschichten… ob Aschenputtel dabei in der Küche schuften muss, bleibt für immer geheim!

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